Rat der Gemeinden und Regionen Europas - Deutsche Sektion

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Eröffnung der Konferenz durch Karl-Heinz Schäfer, Präsident der Deutschen Sektion des RGRE

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zum Kongress der Deutschen und Französischen Sektion des RGRE aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages – also des Elysee-Vertrages.

Dieses Jahr ist gefüllt mit Feierlichkeiten dazu und jetzt die zentrale Veranstaltung der deutschen und französischen Kommunen in diesem Veranstaltungsreigen.

Der Elysee-Vertrag wurde auf Regierungsebene abgeschlossen und hat im Wesentlichen die Gestaltung der regierungsamtlichen Beziehungen zum Inhalt. Naturgemäß stehen daher die deutsch-französischen Beziehungen auf staatlicher Ebene im Mittelpunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten. Dies erscheint eindeutig zu kurz gedacht.

Ohne die Bedeutung des Elysee-Vertrages schmälern zu wollen, muss an dieser Stelle festgehalten werden, dass die deutsch-französischen Beziehungen ohne die Untermauerung durch ein breites Fundament an deutsch-französischen Bürgerkontakten auf der Basis von Städtepartnerschaften nie die Kraft und Intensität entfaltet hätten, die heute zu Recht gefeiert werden.

In diesem Bewusstsein reihen wir – die Deutsche und die Französische Sektion des RGRE – uns selbstbewusst in die Feierlichkeiten ein und wollen mit unserem Kongress an den Beitrag der deutschen und französischen Kommunen für das deutsch-französische Verhältnis erinnern und stärken.
Jubiläen wohnt naturgemäß die Tendenz zum Rückblick inne – manchmal mit etwas verklärendem Blick, manchmal auch offen und kritisch. Jubiläen sind aber auch als Basis für den Blick nach vorne nicht nur nützlich, sondern Pflicht.
Pflicht, das ist der Ansatz, den wir mit diesem Kongress verfolgen. Wir wollen nicht beim Rückblick stehen bleiben, sondern das Jubiläum nutzen, um mit neuen Ideen und neuem Elan in die nächsten 50 Jahre zu starten.
Jetzt zucken vielleicht einige zusammen, weil sie spüren, dass die Gestaltung der deutsch-französischen Beziehungen auch in den kommunalen Partnerschaften schwieriger geworden ist und mancher sich fragt, ob diese Form der Beziehungen noch zukunftsfähig sein wird.

Ohne Zweifel, die Zeiten haben sich geändert.

Die letzten 50 Jahre sind auch an den Deutsch-Französischen Partnerschaften nicht spurlos vorbeigegangen. Es gibt neue Herausforderungen.

Die müssen wir erkennen, ihnen müssen wir uns stellen.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich dem Deutsch-Französischen Ausschuss in der Französischen und Deutschen Sektion des RGRE für ihre Arbeit danken. Der Deutsch-Französische Ausschuss ist der kritische Begleiter der deutsch-französischen Beziehungen und in diesem Sinne Mahner, Inspirator und Wegweiser. Sie mögen dies auch an dem Programm in den Workshops unseres Kongresses erkennen, dessen Themen vom Deutsch-Französischen Ausschusses vorbereitet wurden. Dafür sei allen Mitgliedern und den beiden Vorsitzenden Frau Lenourrichel und Herrn Sommer ausdrücklich gedankt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Kurt Tucholsky, der sich in der Tradition von Heinrich Heine um das bessere Verständnis zwischen Deutschen und Franzosen bemühte, wird folgende Aussage zugeschrieben:

"Den Deutschen muss man verstehen um ihn zu lieben,
den Franzosen muss man lieben, um ihn zu verstehen."

Ich weiß nicht, ob das die Erfolgsformel für die deutsch-französischen Städtepartnerschaften ist.

Ich weiß aber genau, dass durch diese Partnerschaften persönliche Beziehungen und Bindungen geknüpft wurden und werden und diese haben immer auch etwas mit Verstehen und Lieben oder nennen wir es „Empathie“ zu tun.

Den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Panels darf ich jetzt schon für ihre Bereitschaft danken, uns für eine sicherlich interessante Betrachtung des deutsch-französischen Verhältnisses zur Verfügung zu stehen.

Ein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang an Frau Karin Schröder, Schülerin am Friedrich Ebert Gymnasium in Bonn. Wir wollten bei unserer Veranstaltung beim Thema "Jugend" nicht über, sondern mit Jugendlichen reden. Dank der Bereitschaft von Frau Schröder, im Podium mitzuwirken, ist dies möglich.

Ein weiterer Dank geht an den Hausherrn, Herrn Prof. Hütter, dafür, dass wir mit unserer Veranstaltung in den Räumen des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland tagen dürfen. Welch würdigerer Rahmen ließe sich für eine Veranstaltung zum 50-jahrigen Jubiläum des Elysee- Vertrages denken, als dieses Haus.

Und "last but not least" gilt unser Dank auch der Stadt Bonn, vertreten durch Herrn Oberbürgermeister Nimptsch für die Einladung ins World Conference Center Bonn, dem ehemaligen Plenarsaal des Bundestages, anlässlich des Empfangs heute Abend mit dem Bundespräsidenten. Ich werte den heutigen Abend mit dem Bundespräsidenten als eine besondere Anerkennung der Rolle der Kommunen im deutsch-französischen Verhältnis.

Sie werden es mir gleichtun.

Bis es soweit ist, müssen wir aber noch etwas arbeiten und hierzu wünsche ich ihnen allen viel Erfolg und viele wertvolle Anregungen und Kontakte für Ihre Partnerschaftsarbeit vor Ort und für das Ganze.

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