Beitritt der Stadt Glinde zur Europäischen Charta für die Gleichstellung

Die Stadt Glinde ist der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männer auf kommunaler und regionaler Ebene beigetreten. Glindes Bürgermeister Rainhard Zug unterzeichnete die Charta am 1. Oktober 2020 im Rahmen eines Festaktes im Marcellin-Verbe-Haus. Die Kleinstadt ist nach Flensburg und Lübeck die dritte Stadt in Schleswig-Holstein, die die Europäische Charta gezeichnet hat.

Die Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, lobte Glinde für diesen Schritt und die damit verbundene Verpflichtung zur Umsetzung: „Mein Dank gilt dabei vor allem ihrem Mut als kleiner Kommune, mit dem sie zeigen, aktiv etwas ändern zu wollen. Für mich ist es nicht entscheidend, wie groß eine Stadt ist, sondern der gemeinsame Wille, es zusammen anpacken zu wollen und damit vielleicht auch noch andere Mitstreiter für die Gleichstellungsidee zu finden.“

Die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf kommunaler und regionaler Ebene wurde im Jahr 2006 vom europäischen Dachverband des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) verabschiedet. Die Charta lädt Kommunen ein, sich formell und öffentlich zum Grundsatz der Gleichstellung zu bekennen und innerhalb ihres Gemeindegebiets zu fördern. Die Unterzeichnenden erklären sich bereit, einen Gleichstellungs-Aktionsplan zu erarbeiten, der Prioritäten, Aktivitäten und Ressourcen darlegt. Dabei sagen sie zu, Institutionen und Organisationen in ihrem Gemeindegebiet einzubeziehen, um die Erreichung echter Gleichstellung in der Praxis sicherzustellen.