Mehr Zeit für die europäischen Kulturhauptstädte

Die Corona-Krise wirkt sich auf den Zeitplan für die europäischen Kulturhauptstädte der kommenden Jahre aus. Die diesjährigen Kulturhauptstädte Rijeka in Kroatien und Galway in Irland sollen ihre Titel ausnahmsweise noch bis zum 30. April 2021 behalten, teilte die Europäische Kommission mit. Auch die folgenden Titelträger Novi Sad in Serbien, Elefsina in Griechenland und Timișoara in Rumänien sollen mehr Zeit für die Vorbereitung erhalten. Nach dem Vorschlag der Kommission soll Novi Sad den Titel statt 2021 erst 2022 tragen, die anderen beiden Städte sogar erst im Jahr 2023. Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag der Kommission jedoch noch zustimmen.

Am übrigen Plan soll sich der Europäischen Kommission zufolge nichts ändern und damit auch nichts an der geplanten Ausrichtung der Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 in Deutschland. Die Stadt, die den Titel tragen soll, wird derzeit ermittelt und soll am 28. Oktober 2020 verkündet werden. Wie die Kulturstiftung der Länder mitteilt, wird am Zeitplan festgehalten. Allerdings wird die deutsche Kulturhauptstadt Europas wegen der Corona-Pandemie online ermittelt. Sowohl die Stadtbesuche durch die europäische Jury als auch das entscheidende Treffen würden auf digitale Formate umgestellt. Die in der Endrunde stehenden Städte Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg sollen mit Livestreams, Filmbeiträgen und Videodiskussionsrunden bei virtuellen „city visits“ ihre Stadt und Region vorstellen.