Studie „Frauen in der Politik: lokale und europäische Trends“

Frauen machen zwar die Hälfte der Menschheit aus, stellen aber nur ein Drittel der politischen Entscheidungsträger in Europa. Und nur rund 15 Prozent der Städte und Gemeinden in Europa werden von Bürgermeisterinnen angeführt. Das geht aus der neuen Studie „Women in politics: Local and European Trends“ des europäischen Kommunalverbandes „Council of European Municipalities and Regions“ (CEMR) hervor. Die Studie liefert eine detaillierte Analyse der Repräsentation von Frauen in 41 europäischen Staaten und auf allen Regierungsebenen. Sie basiert auf Daten, die über einen Zeitraum von zehn Jahren nach Ländern aufgeschlüsselt sind.

Den Daten zufolge wird die Welt der Politik trotz einiger Fortschritte immer noch von Männern dominiert. So beträgt der durchschnittliche Anteil der lokal gewählten Frauen 29 Prozent, verglichen mit 23,4 Prozent im Jahr 2008. Das Gleiche gilt für die nationale Ebene, wo der durchschnittliche Frauenanteil von 21,9 Prozent im Jahr 2009 auf 28,5 Prozent im Jahr 2019 gestiegen ist. Im Europäischen Parlament sind aktuell 40 Prozent der Abgeordneten Frauen.

Die Studie schließt mit einem Plädoyer für Frauenquoten. Denn in den 14 Ländern, die verbindliche Quoten eingeführt haben, stieg der Anteil der lokal gewählten Frauen zwischen 2008 und 2019 um 8,7 Prozentpunkte gegenüber vier Prozentpunkten für die anderen im gleichen Zeitraum.

Link:

Studie „Women in politics: Local and European Trends“: https://ccre.org/img/uploads/piecesjointe/filename/CEMR_Study_Women_in_politics_EN.pdf