Deutsch-italienische Städtepartnerschaften beleben und fördern

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die im Frühjahr vor allem Italien schwer getroffen hat, haben Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und sein italienischer Amtskollege Sergio Mattarella in Mailand die besonders engen Verbindungen zwischen ihren beiden Ländern bekräftigt. Dabei würdigten sie die mehr als 400 Städtepartnerschaften zwischen deutschen und italienischen Kommunen als unverzichtbaren Bestandteil der bilateralen Zusammenarbeit. Während der Krise hätten sie starke Signale der Solidarität gezeigt. Dafür hatten Steinmeier und Mattarella kürzlich bereits mehr als 800 deutschen und italienischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in einem Brief gedankt.

Um die deutsch-italienischen Städtepartnerschaften weiter zu beleben und zu fördern, kündigten Steinmeier und Mattarella einen Preis an. Dieser sogenannte Preis der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien ist mit insgesamt 200.000 Euro dotiert und soll im nächsten Jahr in den Kategorien Innovation, Kultur, Jugend und sozialer Zusammenhalt verliehen werden.

Steinmeier und Matarella trafen in Mailand auch mit deutschen und italinischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zusammen. Dabei standen Fragen des grenzüberschreitenden Austauschs in wichtigen Zukunftsbereichen auf dem Programm. Mit dabei war auch der Oberbürgermeister von Münster und Vizepräsident des Deutschen Städtetages,
Markus Lewe. Er ging gleich mit gutem Beispiel voran und vereinbarte eine Klimapartnerschaft seiner Stadt mit Bologna. Dazu verabredeten Lewe und die Vize-Bürgermeisterin von Bologna, Valentina Orioli, regelmäßige Konsultationen und die Gründung eines deutsch-italienischen Gremiums.