Rat der Gemeinden und Regionen Europas
 

Partnerschaftsgesuche aus der Ukraine

Mariupol

Die ostukrainische Hafenstadt Mariupol hat ihr Interesse am Aufbau einer kommunalen Partnerschaft mit einer deutschen Kommune bekundet.

Mariupol zählt mit circa 480.000 Einwohnern zu den Großstädten der Ukraine und befindet sich in der Oblast Donezk.

 

Gelegen am Asowschen Meer, verfügt die Stadt über einen internationalen Tiefseehafen. Dank ihrer günstigen geographischen Lage, gehört Mariupol zu den wichtigsten Hafen- und Industriezentren und ist somit ein bedeutendes Wirtschaftszentrum der Ukraine. Der regionale wirtschaftliche Schwerpunkt der Stadt liegt auf der Metallurgie. Die zwei hier angesiedelten metallurgischen Werke tragen einen entscheidenden Anteil zur Exportfähigkeit des gesamten Landes bei.

Die Hafenstadt ist, trotz des überwiegend industriellen Profils, auch für ihre zahlreichen Sandstrände und generell als Erholungs- und Kurort bekannt. Somit ist Mariupol ein Anziehungspunkt für viele Touristen.

 

Die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung ist von verschiedenen Völkern und Kulturen geprägt. Neben Ukrainern und Russen, leben auch Griechen, Weißrussen, Armenier und Bulgaren in Mariupol. Die Stadt war historisch eines der wichtigsten Zentren der Griechen in der Ukraine, die bis heute eine wichtige Minderheit darstellen. An den Schulen wird deshalb neben ukrainisch und russisch, auch griechisch, deutsch und englisch gelehrt. Neben zahlreichen orthodoxen Kirchen befindet sich auch eine im Jahr 2007 eröffnete Moschee in der Stadt.

 

Mariupol ist bereits mit Gemeinden in Italien, Griechenland, Türkei und Polen verbunden und möchte gerne mit einer deutschen Kommune im Bereich der Bildung und Wissenschaft, Kultur, Sport, lokale Wirtschaftsentwicklung und nachhaltigen Entwicklung kooperieren.

 

(Juni 2017)

Tschortkiw

Von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) erreichte uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch der westukrainischen Stadt Tschortkiw (auch Chortkiv).

Tschortkiw liegt südlich der Bezirkshauptstadt Ternopil, die im Zuge des zweiten Weltkrieges völlig zerstört wurde und seinen Verwaltungssitz an Tschortkiw verlegte.

 

Heute leben in der westukrainischen Stadt circa 30.000 Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die kulturelle und religiöse Vielfalt ist durch die unterschiedlichen historischen Einflüsse in der Region entstanden: Tschortkiw blickt somit auf eine reichhaltige Geschichte zurück und gehörte unter anderem zum Königreich Polen, Osmanischen Reich, zur Österreichischen Monarchie, bevor es Teil der Sowjetunion wurde. In der Vergangenheit war Tschortkiw die Heimatstadt zahlreicher chassidischer Juden. Die chassidische Synagoge der Stadt wurde, nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, wiederaufgebaut und ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal. Auch die Dominikaner Kirche (römisch-katholische Pfarrkirche St. Stanislaus), die 1610 errichtet wurde, gehört als Wahrzeichen der Stadt ebenfalls zum Kulturerbe.  

An den Schulen wird neben Englisch auch Deutsch gelehrt.

 

Die westukrainische Stadt unterhält bereits eine kommunale Partnerschaft zu Gemeinden in Polen und möchte gerne mit einer deutschen Kommune u.a. in den Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Tourismus, Sport und Umweltschutz kooperieren.

 

(Juni 2017)

Wynnyky

Die ukrainische Stadt Wynnyky möchte eine kommunale Partnerschaft mit einer deutschen Kommune eingehen.

Wynnyky, auch unter dem polnischen und deutschen Namen Winniki bzw. Weinbergen bekannt, liegt wenige Kilometer östlich der Stadt Lemberg und gehört dieser verwaltungstechnisch an. Insgesamt leben heute circa 20.000 Einwohner in Wynnyky.

Die ukrainische Stadt wurde erstmals 1352 urkundlich erwähnt und gehörte vom 14. Jahrhundert bis zur ersten Teilung Polens 1772 der Woiwodschaft Ruthenien an. Da der Traubenanbau und die Weinherstellung zur Haupteinnahmequelle der Bewohner gehörten, sind auf dem Stadtemblem Weintrauben abgebildet. Ab 1772 kam Wynnyky unter österreichische Herrschaft und wurde ein Zentrum der Produktion von Tabak – ein Wirtschaftszweig, der bis heute die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Am Anfang des 20. Jahrhunderts war das Stadtbild hauptsächlich von Polen, Ukrainern und Deutschen geprägt, deren Zusammensetzung die reichhaltige und abwechslungsreiche Stadtgeschichte repräsentiert.

Das 1990 gegründete Museum für Geschichte und Landeskunde besitzt zahlreiche Exponate, einige aus dem 14. Jahrhundert, und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Wynnyky unterhält bereits eine Partnerschaft zu Städten in Polen und Tschechien. Die ukrainische Stadt möchte gerne mit einer deutschen Kommune u.a in den Bereichen des Jugendaustausches, Umweltschutzes und des Wiederaufbaus des historischen und kulturellen Erbes kooperieren.

(März 2017)

Fastiv

Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Fastiv richtete an uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch, in dem die Stadt Fastiv gerne eine Städtekooperation oder –partnerschaft mit einer deutschen Kommune anstrebt. Fastiv, das ca. 50. 000 Einwohner zählt, liegt rund 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kiew im Kiewer Gebiet.

Wegen seiner günstigen geographischen Lage als Transport- und Eisenbahnkreuz besitzt die Stadt eine starke industrielle Prägung. Mehrere der größten Eisenbahnunternehmen der Ukraine wie etwa die "Refrigerator Wagon Company" haben ihren Sitz oder Standorte dort. In Festiv befindet sich der wirtschaftlich dynamischer Industriepark "Fastindustry" mit einer Gesamtfläche von 15 Hektar. Dort sind viele nationale und internationale Industriefirmen ansässig. Zum Beispiel hat das Baustoff-Unternehmen Kreisel, Teil der deutschen Fixit-Holding, 2008 dort einen Produktionsstandort eröffnet.

Insgesamt umfasst der Industriepark die Branchen Maschinenbau, Brauereien, Druck- und Papiererzeugnisse, Verpackungsmaterialien, Chemieprodukte sowie Heizungstechnik. Zudem werden auch Agrarerzeugnisse industriell weiterverarbeitet, so dass dort große Agrarproduzenten ansässig sind. Ausländische Investoren im Industriepark "Fastindustry" sind unter anderem Firmen aus Deutschland, Zypern, Norwegen und China, was die internationale Ausrichtung des Industrieparks unterstreicht.

Die Stadt Fastiv möchte nun die Zusammenarbeit mit deutschen Kommunen, vor allem im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, anregen und die Revitalisierung der lokalen und regionalen Wirtschaft fortführen. Durch Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, Arbeitsämtern und Ausbildungseinrichtungen soll die Ansiedlung ausländischer Firmen im Industriepark auch von öffentlicher Seite unterstützt werden. Dabei gelten für ausländische Investoren besondere Konditionen unter den ukrainischen Gesetzesbestimmungen für Industrieparks.

Zudem interessiert sich die Stadt Fastiv für gemeinschaftliche zivilgesellschaftliche Projekte in Zusammenarbeit mit ausländischen Kommunen oder Nichtregierungsorganisationen, die die regionale Entwicklung in den Bereichen Soziales, Bildung oder Wirtschaft fördern.

(Februar 2017)

Chust

Der Bürgermeister der ukrainischen Stadt Chust richtete an uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch. Die Stadt Chust ist eine der ältesten Städte der ukrainischen Region Transkarpatien und blickt auf eine über 900 Jahre alte Geschichte zurück. Chust hat ca. 28.450 Einwohner. Dort gibt es Architekturdenkmäler, eine römisch-katholische Kirche, eine Synagoge etc. Als eine Komponente der Karpatischen Reserve der Biosphäre gibt es in Chust am Stadtrand ein Narzissen-Tal. Hier findet man beinahe einen der letzten Orte in Europa, wo noch schmalblättrige Narzissen wachsen.

Die Stadt verfügt über eine gut entwickelte Infrastruktur, die ein hohes wirtschaftliches Potential aufweist und sich schnell und dynamisch entwickelt.

Mit der einzugehenden kommunalen Partnerschaft mit einer deutschen Kommune erhofft sich die Stadt Chust eine gute Zusammenarbeit in sozial-ökonomischen und kulturellen Bereichen sowie Weiterentwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den deutschen und ukrainischen Völkern.

Kommunen, die sich für eine Partnerschaft mit Chust interessieren, erhalten weitere Auskünfte bei der Geschäftsstelle des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, Frau Dvorkina, Telefon: 0221/ 3771-315, E-Mail: lyudmyla.dvorkina(at)staedtetag.de.

(Dezember 2016)

Kamjanka

Die Verwaltungsspitze der ukrainischen Kreisstadt Kamjanka möchte gerne eine kommunale Partnerschaft mit einer deutschen Kommune eingehen. Kamjanka liegt etwa 300 Kilometer südöstlich von Kiew im Zentrum der Ukraine im Gebiet Tscherkassy und zählt ca. 13 000 Einwohner. Durch die Stadt fließt der Fluss Tjasmyn. Das Territorium des Kreises besteht aus Wäldern und Steppen und wird von Flüssen und Schluchten überquert.

Im der Stadt arbeiten landwirtschaftliche Betriebe, die sich hauptsächlich mit dem Anbau und Verarbeitung von Getreide und Bohnenkulturen wie Weizen, Gerste, Mais, Soja, Sonnenblumen, Buchweizen, Erbsen etc. beschäftigen. Darüber hinaus sind in Kamjanka drei Industriebetriebe mit ausländischen Investoren ansässig.

Die Stadt ist bekannt durch die ehemalige Künstlerkolonie, in der u.a. der russische Nationaldichter Alexander Puschkin, der Komponist Pjotr I. Tschaikowski, Freidenker und Kriegshelden aus der Zeit der Napoleon-Kriege wirkten. Dank ihrer spektakulären Geschichte, vielen historischen und kulturellen Denkmälern wird die Stadt manchmal als "Weimar der Ukraine" bezeichnet und bietet vielfältige Sehenswürdigkeiten.

Mit der einzugehenden Partnerschaft möchte die Stadt wirtschaftliche, kulturelle sowie sportliche Beziehungen mit Deutschland ausweiten. Außerdem soll der Erfahrungsaustausch auf den Gebieten der alternativen Energien sowie der Müllverarbeitung und –entsorgung stattfinden. Kamjanka hat bis jetzt noch keine kommunalen Partnerschaften abgeschlossen.

(September 2016)

Winnyzja

Vom Stadtrat der in der Zentralukraine liegenden Stadt Winnyzja erreichte uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch. Winnyzja ist einer der größten Städte in der Region Podolien und zählt ca. 372.300 Einwohner (Stand 2016). Winnyzia ist außerdem ein administratives Zentrum und zugleich ein bedeutendes historisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des östlichen Teils von Podolien. Sie liegt etwa 260 Kilometer südwestlich und vier Autostunden von der Hauptstadt Kiew entfernt. Die Stadt ist gekennzeichnet durch gute Straßen- und Bahnverbindungen mit allen Regionen des Landes und den Häfen des Asowschen und Schwarzen Meer.

Die wichtigsten wirtschaftlichen Zweige der Stadt sind die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie, Holzverarbeitung, Chemieindustrie sowie Maschinenbau.
Mehr als 100 großen und mittleren Industrieunternehmen sind in Winnytzja ansässig, die eine breite Palette von Industrieprodukten herstellen. Außerdem hat die Stadt mehr als 4.000 Kleinbetriebe, die sich ständig weiterentwickeln.

Die Ziele, die mit der einzugehenden Partnerschaft angestrebt sind, sind der Austausch in den Bereichen der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit, Bildung, Medizin, Umweltschutz und Energieeffizienz. Winnyzja pflegt bereits sieben kommunale Partnerschaften mit Kommunen sowohl im europäischen als auch im außeneuropäischen Ausland.

(September 2016)

Dnipropetrovsk

Von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt erreichte uns ein kommunales Partnerschaftsgesuch der Stadtverwaltung der ukrainischen Großstadt Dnipropetrovsk. Sie ist nach Kiew, Charkiw und Odessa die viertgrößte Stadt der Ukraine und ist das administrative Zent-rum des Oblast Dnipropetrovsk. Die Stadt liegt am Fluss Dnipr, 404 km südöstlich der Hauptstadt Kiew in der zentralöstlichen Ukraine.

Die wichtigsten Industriezweige der Stadt sind Metallurgie (ca. 47%) und Energie (ca. 24%). Dnipropetrovsk ist ein wichtiger Finanz- und Industriestandort der Ukraine. Sie war eines der wichtigsten Zentren für Kernenergie-, Waffen- und Raumfahrtindustrie der Sowjetunion.

Die Stadt hat vielfältige Kulturgebäude wie Theater, Schauspielhäuser und Tanzbühnen für klassisches Ballett sowie Volkstänze. Außerdem hat Dnipropertovsk einen internationalen Flughafen und ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere Zügen, erreichbar.
Die wichtigsten Kooperationsbereiche für die künftige Partnerschaftsarbeit sind Kultur, Bildung, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Stadtentwicklung. Dnipropetrovsk unterhält bereits mehrere kommunale Partnerschaften mit Städten aus Kanada, Israel, Georgien, Österreich, China etc.

(Juli 2016)

Balta (Region Odesa)

Von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt erreichte uns eine Anfrage, in der die ukrainische Stadt Balta aus der Region Odessa nach kommunalen Partnern in Deutschland sucht.

Balta zählt etwa 19. 000 Einwohner und liegt am Ufer des Flusses Kodyma etwa 200 Kilometer von Odesa im Süden der Ukraine. In der Stadt gibt es Fabriken für Möbel, Ziegel und Textilien und eine Nahrungsmittelindustrie. Die Landwirtschaft spielt dank günstigen Klimabedingungen eine große Rolle. Etwa 18 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft involviert.

Balta hat viele malerische Landschaften und ein interessantes historisches Kulturerbe sowie reiche nationale und kulturelle Traditionen. Aktuell wird in Balta ein Programm namens "Erhaltung des kulturellen und historischen Erbes und Entwicklung von Tourismus" durchgeführt, welches durch lokale Historiker, Architekten und Bürger der Stadt entwickelt wurde. Die Stadt interessiert sich für eine Kooperation in unterschiedlichen Bereichen wie z.B. wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Jugend-, Kultur- und Erfahrungsaustausch. Balta unterhält bereits einige Partnerschaften und Kontakte mit Städten aus Polen und verfügt über einen Städtepartnerschaftsverein.

(Juli 2016)

Yahotyn

Die ukrainische kreisfreie Stadt im Osten des Kyiver Gebiets namens Yahotyn möchte eine kommunale Partnerschaft mit einer deutschen Kommune eingehen. Die Stadt befindet sich am linken Ufer des Flusses Supiy und ist rund 104 km von der Hauptstadt Kyiv entfernt. Yahotyn hat eine günstige geographische Lage, eine gute Verkehrsanbindung mit der Hauptstadt sowie fruchtbare landwirtschaftliche Nutzflächen.

Die wichtigen wirtschaftlichen Zweige sind aktuell die Lebensmittel- und Maschinenbauindustrie sowie die Landwirtschaft, die eine hervorragende Rolle spielt. Die Stadt verfügt darüber hinaus über viele Industriebetriebe und Branchen wie Lebensmittel-, Fleisch- und Holzverarbeitung sind in Yahotyn ebenfalls vertreten.

Im Rahmen der künftigen Zusammenarbeit mit einer deutschen Kommune möchte die Stadt auf den Gebieten Wirtschaft, Landwirtschaft, Kultur, Bildung und Sport kooperieren. Yahotyn unterhält bereits eine kommunale Partnerschaft mit der Stadt Kelerasch aus Moldawien.

(Juli 2016)

 

Information

Kommunen, die sich für eine Partnerschaft interessieren, erhalten weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der

Deutschen Sektion des RGRE
Gereonstr. 18-32
50670 Köln,
Tel: 0221/3771-315
Frau Sehovic
Nina.Sehovic(at)staedtetag.de

 
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