Rat der Gemeinden und Regionen Europas
 

Grußwort zur Eröffnung der Jahreskonferenz des Deutsch-Französischen Ausschusses im RGRE/Deutsche Sektion und des CFA im AFCCRE

Es gilt das gesprochene Wort.

Herr Schäfer, Herr Sommer, Herr Landrat Kühn, Frau Lenourrichel, Herr Professor Hütter, liebe Gäste,

Bienvenus à Bonn! Ich freue mich sehr, Sie im Jubiläumsjahr des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages in Bonn begrüßen zu dürfen. Als am 5. September 1962 der französische Präsident De Gaulle bei seinem Besuch in Bonn den Bürgerinnen und Bürgern von der Treppe des Bonner Rathauses zurief: "Es lebe Bonn, es lebe Deutschland, es lebe die deutsch-französische Freundschaft!" war dies der Beginn einer besonderen Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich, die bis heute anhält und die mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages im Januar 1963 auch vertraglich besiegelt wurde.

Gewachsen ist diese Freundschaft in den vergangenen fünf Jahrzehnten nicht allein durch das Wirken großer Staatsmänner, sondern vor allem durch die Begegnungen und den Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Länder. Hierzu haben die deutsch-französischen Städtepartnerschaften in besonderer Weise beigetragen. Auch drei der vier Bonner Stadtbezirke unterhalten Partnerschaften mit Städten in Frankreich, und ich freue mich sehr, die Vertreterinnen und Vertreter der französischen Partnerstadt Bad Godesbergs, Saint-Cloud, heute hier begrüßen zu dürfen.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit auf der kommunalen Ebene war und ist eine wesentliche Grundlage für das Gelingen der europäischen Einigung. Wie vielfältig die deutsch-französischen Beziehungen auf der kommunalen Ebene sind, haben wir in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis im Rahmen unseres Frankreichjahres erlebt. Viele Institutionen, Organisationen, Stiftungen, Schulen, Vereine und Initiativen haben sich mit Engagement und Freude in die Gestaltung dieses besonderen Jubiläums eingebracht. Daraus entstand eine große Zahl von Aktionen und Veranstaltungen über das ganze Jahr: Ausstellungen, Diskussionen, Konzerte, Lesungen, Sport- und Schulfeste, Begegnungsreisen und vieles mehr. Höhepunkt des Frankreichjahres ist sicher die Festveranstaltung mit Bundespräsident Joachim Gauck heute Abend im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages, zu der über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

Die deutsch-französischen Städtepartnerschaften haben auch heute – fünf Jahrzehnte nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages – nicht an Bedeutung verloren. Im Gegenteil:  Die über 2.200 Städtepartnerschaften bilden das Fundament für Begegnung und Austausch in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Allerdings müssen sich die Städtepartnerschaften veränderten Rahmenbedingungen anpassen und sich neuen Herausforderungen stellen. Hierzu gehören zum Beispiel der demographische Wandel, ein verändertes Informations- und Kommunikationsverhalten speziell bei Jugendlichen (Stichwort neue Medien), wirtschaftliche Herausforderungen wie die wachsende Jugendarbeitslosigkeit in Europa oder auch globale Entwicklungen wie zum Beispiel der Klimawandel.

Ich freue mich, dass sich die deutsch-französische Städtepartnerschaftskonferenz des RGRE diesen und anderen Perspektiven der deutsch-französischen kommunalen Partnerschaften widmet. Ich freue mich, sehr geehrter Herr Schäfer und sehr geehrter Herr Sommer, dass Sie Ihren diesjährigen Jahreskongress im deutsch-französischen Jubiläumsjahr in Bonn abhalten. Bonn ist die Geburtsstadt der bundesrepublikanischen Demokratie. Hier wurde über fünf Jahrzehnte Politik für Deutschland und für ein vereintes Europa gestaltet. Heute übernimmt Bonn als deutsche Stadt der Vereinten Nationen und Bundesstadt Verantwortung für eine friedlichere, gerechtere und nachhaltigere Welt. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, in dem wir hier tagen, ist daher ein ganz hervorragender Ort für diese Konferenz, und ich danke Herrn Professor Hütter sehr herzlich für die Gastfreundschaft. Danken möchte ich auch meinem Amtskollegen, Herrn Landrat Kühn, der gemeinsam mit der Stadt Bonn dafür geworben hat, dass diese Jubiläumskonferenz in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis stattfindet.

Ich wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche Tagung, interessante Gespräche und viele Anregungen für die künftige Arbeit!

 
 
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