Partnerschaftsgesuche aus Benin

Za-Kpota

Die Stadt Za-Kpota im westafrikanischen Benin ist am Aufbau einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune interessiert. Za-Kpota liegt etwa 100km von Cotonou, der wirtschaftlichen Hauptstadt des Landes und ca. 92km von der Hauptstadt Porto-Novo entfernt. Es ist eine junge Stadt - die Jugend stellt über 65 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei einer Fläche von 409km² hat Za-Kpota knapp 133.000 Einwohnerinnen und Einwohner - etwas unter 71.000 Frauen und etwa 62.000 Männer.

In Za-Kpota herrscht ein subäquatoriales Klima, welches durch zwei Regen- und zwei Trockenzeiten geprägt ist. Die längere Regenzeit dauert von Mitte März bis Mitte Juli, die kürzere von September bis November. Die Niederschlagsmenge unterlag im Laufe der vergangenen 40 Jahre starken Schwankungen. Diese klimatische Unsicherheit stellt ein hohes Risiko dar. Die Temperatur variiert zwischen 24°C und 34°C, wobei Januar und Februar die heißesten Monate sind. Der Klimawandel stellt die zentrale Herausforderunge der Stadt dar. Durch die Küstenlage ist ganz Benin stark von den klimatischen Veränderungen und ihren sozio-ökologischen Auswirkungen betroffen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner Za-Kpotas leben hauptsächlich von regengespeister Landwirtschaft. Die Auswirkungen des Klimawandels werden durch eine nicht nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen noch verstärkt und stellen eine große Bedrohung für die landwirtschaftliche Produktion dar.

Die Stadt wünscht sich daher eine Verbesserung bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressourcen, insbesondere von Wasser und Land. Ziel der Agrarentwicklungsstrategie der Stadt ist die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und die Erhaltung der Ökosysteme.

(Oktober 2020)


Aplahoué

Die Gemeinde Aplahoué in Benin ist am Aufbau einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune interessiert. Aplahoué ist die derzeitige Hauptstadt des Departamento Couffo und die größte der sechs Gemeinden im Departamento Couffo. Sie liegt im Südwesten Benins und grenzt im Norden und Nordosten an die Gemeinde Djidja, im Süden an die Gemeinde Djakotomey, im Osten an die Gemeinden Klouékanmey und Abomey und im Westen an die Republik Togo.

Zwischen 2002 und 2013 stieg die Bevölkerung der Gemeinde Aplahoué von 116.988 auf 171.109, was einer Wachstumsrate von 3,42% bei einer Bevölkerungsdichte von 1878 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Bevölkerung der Gemeinde Aplahoué hat eine ähnliche Struktur wie die des Landes Benin. Sie ist sehr jung: Die unter 15-Jährigen machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus. Die Altersgruppe der 18-40-jährigen stellt nur 44 Prozent der Bevölkerung, während die Bevölkerung ab 40 Jahre und älter nur 4 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht.

Die Kommune hat enorme natürliche Ressourcen wie beispielsweise Kiesbrüche, Laterit und andere Gesteinsarten, Ton sowie Wälder und natürliche Palmenhaine. Die Märkte von Asova gehören zu den größten Benins. Hinzukommen viele weitere touristische Sehenswürdigkeiten.

Die Haupteinnahmequelle der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger ist die Landwirtschaft. Auch der Handel spielt eine wichtige Rolle. Das Unternehmertum in der Gemeinde Aplahoué entspricht derzeit nicht den Bedürfnissen der Gemeinde. Verschiedene mittlere und große Projekte, die für Aufschwung in der Kommune sorgen könnten, kommen aufgrund des Fehlens motivierter Initiatoren nicht zustande. Es gibt jedoch vor allem im Handels- und Dienstleistungssektor viele kleine Projekte, die auf Anregung eines überwiegend weiblichen Kleinstunternehmertums entstehen.

Die Verkehrsinfrastruktur der Kommune ist in schlechtem Zustand. Zu den größten Herausforderungen zählen außerdem die geringe Umsetzung der Dezentralisierung, die mangelnde Bürgerbeteiligung, fehlende Schulinfrastruktur und Ausrüstung sowie das Fehlen eines Stadtentwicklungsplans.

Die Gemeinde wünscht sich Kooperationen insbesondere auf folgenden Gebieten: Abwasserentsorgung (Abfallwirtschaft), Bildung (Infrastruktur, Ausrüstung und Stipendien) sowie Tourismusmanagement.

(Oktober 2020)


Djougou

Die Gemeinde Djougou in Benin ist am Aufbau einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune interessiert. Sie liegt im nördlichen Teil des nordwestlichen Benin im Departament Donga. Sie hat eine Fläche von 3.966 km² und ist etwa 461 km von Cotonou, der Wirtschaftshauptstadt von Benin entfernt. Im Departamento Donga (Chief Place) leben mehr als 61 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Djougou ist ein Transitort, da hier eine Kreuzung von sechs Hauptstraßen liegt.

Die Gesamtbevölkerung der Gemeinde Djougou wurde im Jahr 2017 auf 300.543 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Kinder machen fast die Hälfte der Bevölkerung aus (ca. 47 Prozent). 70 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Der Handel mit Industrieerzeugnissen, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Tieren ist nach Landwirtschaft und Viehzucht der drittgrößte  Sektor. Durch den Handel und die verkehrsgünstige Lage gewinnt auch der Verkehrssektor immer mehr an Bedeutung. 

Die Gemeinde ist reich an natürlichen Ressourcen und ihre Böden sind günstig für die Landwirtschaft. Bodenschätze (Sand, Kies, Laterit) und diversifizierte touristische Ressourcen (Paläste, heilige Wälder, geheimnisvolle Steine, Teiche, Hügel) mchen den Reiz der Gemeinde Djougou aus.

Die Gemeinde Djougou bietet dank enormer personeller und natürlicher Potenziale ein gutes Investitionsumfeld. Dieses wird auch durch die Integration in die subregionale, nationale und internationale Wirtschaft begünstigt. Zu den Herausforderungen zählen die Organistation der Wertschöpfungsketten, das Problem der Gestaltung und Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Betriebsmittel sowie die unkontrollierte und nicht nachhaltige Ausbeutung natürlicher Ressourcen.

Auch der Klimawandel stellt die Gemeinde vor Probleme wie beispielsweise Bodendegradation, die Ausrottung der Fischereiressourcen durch die Verschlammung von Flüssen, das Verschwinden von Weiden oder die klimatischen Risiken der Wüstenbildung. Die sozioökonomischen Folgen dieser Entwicklungen stellen ebenfalls eine Bedrohung dar. Hinzukommen ein niedriges Niveau der sozialen Grundversorgung und der schlechte Zustand der Landstraßen für den Waren- und Personenverkehr.

Die Gemeinde wünscht sich Kooperationen insbesondere in den Bereichen Hygiene und Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft, Klimawandel sowie Raumplanung und Urbanisierungsmanagement.

(Oktober 2020)