Im Rahmen des politischen Treffens der “European Alliance of Cities and Regions for the Reconstruction of Ukraine”, das am 24. Juni 2026 in Danzig gemeinsam vom Europäischen Ausschuss der Regionen und der Stadt Danzig im Rahmen der „Ukraine Recovery Conference 2026“ (URC) ausgerichtet wurde, ist der neue Förderaufruf “Weimar-Plus Partnerschaften mit der Ukraine” vorgestellt worden. Mit dem Programm sollen trilaterale kommunale Partnerschaften zwischen Deutschland, Frankreich, Polen und der Ukraine gestärkt und konkrete Beiträge zum Wiederaufbau sowie zur Resilienz ukrainischer Kommunen unterstützt werden.
Antragsberechtigt sind multilaterale Kommunalpartnerschaften, an denen mindestens eine ukrainische
Kommune sowie jeweils eine Kommune aus zwei Ländern des Weimarer Dreiecks (Deutschland, Frankreich und Polen) beteiligt sind. Die Anträge sind über die jeweiligen nationalen Fördermechanismen der teilnehmenden Länder einzureichen. Deutsche Kommunen können entweder als federführende Antragstellerinnen für die gesamte Partnerschaft auftreten oder gemeinsam mit einer französischen Kommune Projekte einreichen.
Gefördert werden insbesondere Vorhaben in den Bereichen Wiederaufbau, kommunale Daseinsvorsorge, Verwaltungsmodernisierung, lokale Wirtschaftsentwicklung sowie Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen an konkreten Bedarfen der ukrainischen Partnerkommune ausgerichtet sind und einen nachhaltigen Mehrwert für die Zusammenarbeit schaffen.
Die Förderung beträgt zwischen 50.000 und 200.000 Euro pro Projekt. Die Zuwendung erfolgt als Anteilsfinanzierung von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Ein Eigen- oder Drittmittelanteil von mindestens 10 Prozent ist erforderlich. Die Projekte müssen im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2027 umgesetzt werden. Nicht förderfähig sind unter anderem Personalstellen in deutschen Kommunalverwaltungen sowie Vorhaben, die bereits aus anderen Bundesmitteln finanziert werden.
Interessierte Kommunen werden gebeten, zunächst bis 31. Juli 2026 eine formlose Interessensbekundung bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) einzureichen. Die Antragstellung erfolgt über die SKEW-Förderprojektesoftware und dort über das Modul Nakopa – Weimar-Plus. Die Frist zur Einreichung vollständiger Förderanträge endet am 30. September 2026. Die SKEW bietet während des gesamten Verfahrens fachliche und administrative Beratung für interessierte Kommunen an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte per Mail an: weimarplus.skew(at)engagement-global.de. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der SKEW: Förderaufruf – Weimar-Plus Partnerschaften mit der Ukraine - SKEW

