Die Kommune Ledzokuku liegt in der Greater Accra Region im Osten Ghanas. Sie hat ein reiches kulturelles Erbe, welches bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht und sich in lebendigen Traditionen, Festivals und einer vielfältigen Handwerkskunst widerspiegelt. Ledzokuku ist ein urban geprägter Raum mit einer aktuellen Bevölkerung von rund 217.304 Einwohnerinnen und Einwohnern.
In der historischen Entwicklung der Kommune sind besonders der Handel und die Fischerei hervorzuheben, welche eine signifikante Rolle im Aufbau der Stadt Accra spielten und bis heute wichtige Bestandteile der lokalen Wirtschaft darstellen. Ergänzt werden diese in der Landwirtschaft besonders durch die Geflügelzucht sowie durch ein vielfältiges Handwerk darunter Zimmerei, Metallverarbeitung und die Herstellung von Kleidung. Darüber hinaus stellen Transportdienstleistungen einen weiteren bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Im Bereich der schulischen Bildung gibt es im Primar- und Sekundarbereich rund 175 Schulen. Für die Oberstufe gibt es drei Schulen. Die hier unterrichteten Sprachen sind Englisch, Ga und Französisch.
Auf den zahlreichen kommunalen Sportplätzen haben die Einwohnerinnen und Einwohner in ihrer Freizeit die Möglichkeit verschiedenen Sportarten wie Fußball, Volleyball und Leichtathletik nachzugehen. Ebenso bieten Jugendgruppen, kommunale Freiwilligengruppen sowie Programme zur Kompetenzerweiterung, die von lokalen NGOs und Schulen angeboten werden, weitere Möglichkeiten für Bildung, gesellschaftliches Engagement und persönliche Entwicklung.
Von einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune erhofft sich Ledzokuku eine Zusammenarbeit in den Themenbereichen wie gute lokale Verwaltung, Stadtentwicklung, kultureller Austausch, Bildung, Stärkung der Jugend sowie Umweltmanagement.
(Februar 2026)
Der Upper Denkyira East Gemeindebezirk ist an einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune interessiert. Upper Denkyira East liegt in der Zentralregion im Süden Ghanas. Die vom Bergbau geprägte Hauptstadt ist Dunkwa-on-Offin. Upper Denkyira East hat eine Fläche von 1.020 Quadratkilometern und eine Bevölkerung von etwa 100.000 Einwohnern.
Ein durchschnittlicher Haushalt besteht aus fünf Personen. Kinder machen mit 42,5 Prozent den größten Anteil der Haushaltsmitglieder aus. Von der erwerbstätigen Bevölkerung sind rund 72 Prozent als qualifizierte Land-, Forst- und Fischereimitarbeiter beschäftigt. Ca. 10 Prozent sind als Maschinisten und Monteure tätig, ca. 5 Prozent sind im Handwerk und dem damit verbundenen Handel beschäftigt. Insgesamt betätigen sich 60 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Etwa 81 Prozent der über 11-Jährigen können lesen und schreiben, dabei ist der Anteil der Männer größer als der der Frauen.
Von einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune erhofft sich Upper Denkyira East eine Zusammenarbeit zu den Themen Wohnungsbau, lokale Wirtschaftsentwicklung, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Ertragsmobilisierung und -verwaltung, Raumplanung, städtische Verwaltung, Klimawandel und Klimaschutz sowie zur wirtschaftlichen Stärkung von Jugendlichen und Frauen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Mascha Gerwin (mascha.gerwin(at)staedtetag.de).
(April 2020)
Von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt erreichte uns ein Partnerschaftsgesuch der Kommune Oforikrom in Ghana. Die Stadt liegt ca. 270 Kilometer nördlich der Hauptstadt Accra, hat ca. 303.000 Einwohner und wurde im Jahr 2018 neu gegründet. Sie liegt in der Ashanti Region und erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5000 Hektar.
Oforikrom beherbergt die Studierenden der Kwame Nkrumah University of Science and Technology und ist dementsprechend studentisch geprägt. Der botanische Garten der Universität stellt eine besondere Sehesnwürdigkeit dar. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jünger als 50 Jahre, die Bevölkerung wächst. Bürgermeisterin ist seit 2018 Gloria Temmah Gambrah. Trotz der Urbanisierung ist die Landwirtschaft weiter ein wichtiges Element der Region. Ein großer Teil der Bevölkerung ist den Aschanti zuzurechnen und deren Glauben, Feste und Traditionen wirken sich auf das tägliche Leben der Region aus, sind allerdings auch in ständigem Wandel begriffen.
Als neugegründete Gemeinde möchte die Region die damit einhergehenden Schwierigkeiten überwinden und Herausforderungen meistern. Insbesondere die Verbesserung der Stellung von Frauen ist der Gemeinde ein wichtiges Anliegen. Daher wünscht sich die Region im Rahmen einer kommunalen Partnerschaft inhaltliche, technische und finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ziele. Die Partnerkommune sollte ebenfalls städtisch geprägt sein und insbesondere im Bereich Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit bewandert sein. Thematisch liegt der Fokus dieses Partnerschaftsgesuchs zusammengefasst auf gesellschaftlicher Gleichberechtigung, Bearbeitung sozialstruktureller Probleme und dem Ausbau der Infrastruktur auch in Hinblick auf durch den Klimawandel bedingte Veränderungen.
Die Servicestelle Kommunen in der einen Welt weist darauf hin, dass Partnerschaften zwischen Kommunen aus Nordrhein-Westfalen und Ghana derzeit durch ein neues SKEW-Projekt unterstützt werden können.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Mascha Gerwin (mascha.gerwin(at)staedtetag.de).
(April 2020)