Zypern übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Am 1. Januar 2026 wechselte der Vorsitz im Rat der Europäischen Union von Dänemark zu Zypern. Unter dem Motto „Eine autonome Union. Offen für die Welt“ wird sich die zypriotischen Ratspräsidentschaft auf die Unabhängigkeit Europas konzentrieren, die durch die Stärkung der Verteidigungsbereitschaft, der Wettbewerbsfähigkeit, der europäischen Werte sowie den neuen Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) vorangetrieben werden soll. Im Programm wird betont, dass die EU innere Stärke und Unabhängigkeit mit Offenheit, Zusammenarbeit und globalem Engagement verbinden soll.

Fünf Prioritäten stehen dabei im Vordergrund: 
1.    Autonomie durch Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und Krisenvorsorge
2.    Autonomie durch Wettbewerbsfähigkeit
3.    Offen für die Welt, autonom
4.    Eine autonome Union der Werte, die keinen zurücklässt
5.    Ein langfristiges Budget für eine autonome Union

Im Bereich Internationales will sich die zypriotische Ratspräsidentschaft um ein verbessertes Verhältnis zum Vereinigten Königreich sowie den EFTA-Mitgliedsstaaten bemühen. Zudem soll die Ukraine so lange wie notwendig weiter unterstützt werden. Auch bei der Umsetzung des Gaza-Friedensplans soll die EU zentral mitwirken.

Im Rahmen der Verhandlungen zum MFR nach 2027 möchte Zypern wirtschaftliche Unsicherheiten und die finanziellen Schwierigkeiten der Mitgliedsstaaten stärker berücksichtigen, daneben aber auch die Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und -Bürger verbessern. Dazu sollen die Verhandlungen über die nationalen und regionalen Partnerschaftspläne, den Europäischen Wettbewerbsfonds sowie Global Europe, Interreg und weitere Verordnungen vorangebracht werden.

Nähere Informationen zu den Prioritäten, dem Programm und den geplanten Veranstaltungen sind auf der Internetseite der zypriotischen Ratspräsidentschaft zu finden.