Partnerschaftsgesuche aus Kolumbien

Restrepo

Die kolumbianische Gemeinde Restrepo ist am Aufbau einer kommunalen Partnerschaft mit einer deutschen Gemeinde oder Stadt interessiert. Die Gemeinde wurde 1915 durch Emiliano Restrepo gegründet und hat gut 18.000 Einwohner, von denen etwa 6.000 im städtischen Kern und etwa 12.000 im ländlichen Umland leben. Sie liegt auf 570m über dem Meeresspiegel 105km von der Hauptstadt Bogotá entfernt. Die Durchschnittstemperatur beträgt 26°C.

Aufgrund der vielen Quellen, Flüsse und Bäche ist Restrepo auch als grüne Gemeinde in der Region bekannt. Berühmt sind auch die Salinen von Upín. Diese wurden bis vor ein paar Jahren zur Salzge-winnung genutzt, was der Gemeinde den Beinamen „Salinenhauptstadt“ einbrachte. Seit 2010 sind sie ausschließlich touristische Attraktionen. Die Bevölkerung ist sehr naturverbunden und religiös. Restrepo ist ökotouristisches und religiöses Reiseziel und gilt als Vorzeigeort der Region. . Auch auf dem Gebiet der Kultur hat Restrepo als Sitz einer Stiftung des Kulturministeriums Vorzeigecharak-ter.

Heutzutage ist die Gemeinde zudem „Welthauptstadt des Reisbrots“, einer regionalen Spezialität. Die Reisbrotfabrik „El Alcaraván“ ist ein Pionierunternehmen. Hinzukommen ein Molkereiunter-nehmen sowie ein Bauunternehmen, welches sich auf den sozialen Wohnungsbau und der Errich-tung von Wohnungen für die Mittelschicht spezialisiert hat.

Die Gemeindeverwaltung, die Grüne Partei und die Stiftung „Fundación La Cosmolpolitana“ haben gemeinsam eine Arbeitsgruppe für den Aufbau einer Partnerschaft gegründet. Die Gemeinde möchte durch die Partnerschaft gesellschaftspolitische internationale Beziehungen aufbauen, die auf Vertrauen und Solidarität basieren. Restrepo möchte einen Beitrag zum Friedensprozess in Kolumbien leisten und dabei von den Erfahrungen aus der deutschen Nachkriegszeit profitieren. Zudem ist ein fachlicher Austausch auf den Gebieten der Kultur, Bildung und Wirtschaft gewünscht. Die Gemeinde möchte die Schönheit der dortigen Landschaft und Artenvielfalt teilen und sich für die UN-Nachhaltigkeitsziele einsetzen. Insbesondere soll eine Kreislaufwirtschaft errichtet und damit der Umweltschutz verbessert werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Mascha Gerwin (mascha.gerwin(at)staedtetag.de).

(April 2021)


Neiva

Von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt erreichte uns ein Gesuch der kolumbianischen Stadt Neiva, die eine Partnerschaft mit einer deutschen Stadt anstrebt. Neiva (ca. 365.000 EinwohnerInnen) ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum des Departements Huila und eine der wichtigsten Städte im Süden Kolumbiens. Die Hauptstadtregion kennzeichnet eine sehr dynamische Wirtschaft, die auf Ökotourismus, Gastronomie, Industrie und Handel basiert. Im Jahr 1539 gegründet, geht die Entstehungsgeschichte Neivas auf die spanisch-kaiserliche Herrschaftszeit zurück.

Kulturell spielt für die Stadt Neiva beim Übergang von der Tradition zur Moderne die Ausarbeitung einer eigenen regionalen und kulturellen Identität eine große Rolle. Die Kultur der Neivaner ist stark in ihrer Vergangenheit verwurzelt. Die traditionellen Bräuche der Bevölkerung haben mit dem „Festival Folclorico Reinado Nacional del Bambuco y Muestra Internacional de Folclore“ eine Plattform gefunden. Mit diesem Folklorefestival sollen die kulturelle Traditionen mit bäuerlichen und dörflichen Bräuchen, die in Vergessenheit zu geraten drohten, wiederaufgegriffen und bewahrt werden. Dargeboten werden neben Musik, Tanz und typischen Speisen auch Reiterumzüge und Stierkämpfe.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen u.a. die Mole des Río Magdalena, ein Denkmal zu Ehren einer indigenen Kämpferin sowie verschiedene Museen mit vielfältigen Themenschwerpunkten. Auch gibt es in der ländlichen Region um Neiva neue ökologische Exkursionspfade und -gebiete wie z.B. die Ruta del Café (Kaffee-Route).

Es gibt bereits Absichtserklärungen für eine Städtepartnerschaft mit dem Miami-Dade County (USA) und der Stadt Xi'an (China), die aufgrund der Corona-Pandemie dann im nächsten Jahr unterzeichnet werden sollen. Die Stadt Neiva ist interessiert am Austausch in Sachen Kunst und Kultur sowie Bildung, Sport, soziale Eingliederung, nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Entwicklung und Landwirtschaft; ebenso am wechselseitigen Know-how-Transfer und Austausch von Studierenden, Lehrkräften und Hochschulmitarbeitern. Neiva möchte eine Partnerschaft mit einer Stadt eingehen, die für ihre Kunst, Kultur, ihren Tourismus und Sport anerkannt ist und an einem wechselseitigen Know-how-Transfer interessiert ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Mascha Gerwin (mascha.gerwin(at)staedtetag.de).

(August 2020)