Materialien und Medien


Studie zu den Deutsch-Chinesischen Kommunalbeziehungen

Immer mehr deutsche Kommunen schließen Partnerschaften mit Städten in China. Welche Motivation verbirgt sich hinter dem Engagement? Was sind Themen- und Handlungsfelder und welche Akteure spielen eine Rolle? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es in der Neuauflage der Studie „Deutsch-Chinesische Kommunalbeziehungen“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Das Autorenteam Anja Goette und Qianlan Gao zeigen Akteure, Strukturen und Aktionsfelder der deutsch-chinesischen Kommunalbeziehungen auf und analysieren die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen den Partnerkommunen.

Die Studie basiert auf einer empirischen Erhebung in deutschen Städten. Dazu wurde von Mai bis Oktober 2016 eine Online-Umfrage durchgeführt, die den Sachstand deutsch-chinesischer kommunaler Partnerschaften erfasste und langfristige Trends der Zusammenarbeit identifizieren sollte. Die Neuauflage der Studie ist in der Schriftenreihe Dialog Global als Heft Nr. 19 erschienen und kann kostenlos im Internet bestellt oder heruntergeladen werden.


Studie zu Deutsch-Französischen Partnerschaften

Unter dem Titel „Städtepartnerschaften – den europäischen Bürgersinn stärken“ hat das Deutsch-Französischen-Instituts (dfi) in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung Anfang 2018 eine Studie zu den deutsch-französischen Kommunalpartnerschaften veröffentlicht. Für die Studie haben 1.322 Kommunen in Deutschland und Frankreich an einer Umfrage zu ihrer Partnerschaft teilgenommen. Knapp zwei Drittel der Teilnehmenden (63 Prozent) gaben an, dass ihre Partnerschaften stabil sind oder an Intensität gewonnen haben. Auffallend ist: Die Partnerschaften erreichen durch Freizeitangebote wie Sport oder Kulturprogramme viele Jugendliche und breite Bevölkerungsgruppen, die im Alltag kaum Berührungspunkte mit Europapolitik haben. Dennoch sorgen sich viele Partnerschaftsakteure um den ausbleibenden Nachwuchs für ihre Programme und Projekte.


Internetportal froodel für deutsch-französische Kooperation

Seit Dezember 2017 gibt es mit froodel eine Plattform für alle Begeisterten und Engagierten der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Das Internetportal stellt eine Vielzahl an deutsch-französischen Angeboten zentral und übersichtlich dar. Dazu gehören kulturelle Veranstaltungen, Sprachkurse, Austauschprogramme, deutsch-französische Studiengänge, Aus- und Fortbildungsangebote, Praktika- und Stellenausschreibungen und vieles mehr.

Die Plattform froodel ist ein Projekt des Deutsch-Französischen Jugendausschusses (DFJA). Dies ist ein Verein von jungen Deutschen und Franzosen, die sich der Stärkung der deutsch-französischen Beziehungen verschrieben haben. Mehr als 60 junge Erwachsene aus beiden Ländern setzen dabei verschiedenste Projekte im kulturellen, städtepartnerschaftlichen wie politischen Bereich um und arbeiten grenzüberschreitend zusammen.

Finanziert wird das Internetportal unter anderem vom Auswärtigen Amt, der Französischen Botschaft in Berlin, dem Institut Français Deutschland, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas, der Fondation Entente Franco-Allemande, der Staatskanzlei des Saarlandes, der Sparkasse Unna-Kamen und durch viele Einzelpersonen.


Kommunale Partnerschaftsaktivitäten rund um Migration und Integration

Die Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) hat 2017 eine Umfrage unter deutschen Kommunen durchgeführt, um einen Eindruck darüber zu erhalten, inwieweit kommunale (Projekt-)Partnerschaften dazu herangezogen werden, der Flüchtlingsproblematik auf europäischer Ebene zu begegnen. Dabei ging es konkret um die Frage, ob und wie die Kommunen den Austausch und die Kooperationsstrukturen mit ihren kommunalen Partnern in Europa auch für das Thema Migration und Integration nutzen.

Im Rahmen der Umfrage berichteten einige RGRE-Mitgliedskommunen von interessanten und vielfältigen Projekten mit ihren europäischen Partnerkommunen, die allesamt den Ansatz verfolgten, durch gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausche weitere Beiträge zur Aufnahme und Integration von Geflüchteten zu leisten. Die Ergebnisse der Umfrage haben wir dokumentiert und ausgewertet.



Interaktive deutsch-polnische Landkarte der Partnerschaften

Der polnische Städtebund hat gemeinsam mit der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit ein Online-Tool zu gemeinsamen Projekten realisiert. In der Deutsch-Polnischen Landkarte erhalten Interessierte einen Überblick über die Akteure und Institutionen im Bereich der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Das Besondere ist, dass zu den einzelnen partnerschaftlichen Verbindungen weitergehende Informationen hinterlegt sind. So werden Bereiche aufgelistet, in denen sich die Zusammenarbeit besonders deutlich artikuliert und entwickelt hat. Auch bisherige, gemeinsam umgesetzte Maßnahmen und Projekte werden kurz beschrieben.


Twinning-Portal für die Partnerschaftssuche

Auf dem Twinning-Portal www.twinning.org, das der Europäische Rat der Gemeinden und Regionen Europas (CEMR) konzipiert und umgesetzt hat, eröffnet sich den lokalen Gebietskörperschaften in Europa und der Welt ein virtueller und vielsprachiger Treffpunkt bei der Suche nach einem passenden Partner. Diese Suche ist entweder über eine Liste von Kommunen möglich, die aktuell auf Partnersuche sind. Oder eine Kommune kann aktiv das Online-Formular ausfüllen und andere damit wissen lassen, dass sie eine Partnerstadt oder -gemeinde sucht. Darüber hinaus kann sich der Benutzer ganz allgemein über kommunale Partnerschaften informieren und wertvolle Tipps für die Partnerschaftsarbeit erhalten.  

Das Online-Angebot besteht aus zwei Bereichen: 

  • Ein Bereich widmet sich Partnerschaften in Europa. Er richtet sich an europäische Städte, Gemeinden und Kreise, die innerhalb Europas einen Partner suchen. Neben der geographischen Suche ist auch eine thematische Auswahl möglich. Es ist gelungen, die Website in 20 Sprachen anzubieten.
  • Mit dem zweiten Bereich sind Partnerschaften der Nord-Süd-Zusammenarbeit angesprochen. Dieser Bereich ist derzeit in Englisch, Französisch, Portugiesisch  und Spanisch verfügbar. Neben der Möglichkeit, aktiv einen Partner zu suchen oder selber ein Online-Gesuch einzustellen, bietet die Seite auch Hintergrundinformationen zur kommunalen Entwicklungszusammenarbeit.